1. Spanngurte Industriell eingesetzte Spanngurte werden je nach Anwendungsbereich nach den Normen DIN 60060, VDI 2701 und/oder EN 12195-2 geprüft. Die zulässigen Bruchlasten sind auf einem eingenähten blauen Prüfschild aufgedruckt. Spanngurte sind (wie Hebezeug) regelmäßig zu prüfen. Spanngurte sind vor jedem Gebrauch auf Beschädigung zu kontrollieren und bei Mängeln umgehend zu ersetzen. Gurte mit fehlendem Prüfschild dürfen nicht mehr verwendet werden. Für das Zurren von scharfkantigen Gegenständen (beispielsweise Blechen) ist ein spezieller Kantenschutz vorgeschrieben. Das Prüfschild im Bild rechts gibt Auskunft über:1.Prüfzertifikat2.SHF = 50 daN = Standard Hand Force (Handspann-/Handzugkraft) – der Hebel darf maximal 3.mit dieser Kraft gezogen werden.4.STF = 200 daN = Standard Tension Force (Vorspannkraft) – maximale Gurtspannung oder: „Die verbleibende Kraft, nachdem der Griff eines Spannelementes mit 50 daN angezogen und danach losgelassen wurde.“5.LC = 1000 daN = Lashing Capacity ((Zulässige) Zugkraft) – Gurt einfach6.AU:07-01855 – Prüfnummer; 02/07 – Prüfdatum7.SR320-872 – Typ-Nummer; 0,8+4,0m – Gurtlänge Die DIN EN 12 195 und die VDI-Richtlinie 2701 schreiben vor, dass die Zurrmittel durch Kantenschoner (auch als Kantengleiter bezeichnet) gegen Beschädigungen an den Lastkanten zu schützen sind. Auszug aus § 22 der deutschen Straßenverkehrs-Ordnung (StVO):Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Ein Verkehrsunfall aufgrund mangelhaft gesicherter Ladung hat folgende Konsequenzen: •wenn lediglich Sachschaden verursacht wurde: Verkehrsordnungswidrigkeitenanzeige mit Bußgeld und Punkten in Flensburg. •wenn Personen verletzt oder getötet wurden: Strafanzeige mit Geld- oder Freiheitsstrafe. Ablegereife von Zurrgurten: Die DIN EN 12 195, Teil 2 und die VDI-Richtlinie 2701 enthalten neben der detaillierten Beschreibung auch genaue Vorschriften über die Ablegereife der Zurrmittel, das heißt wann die Zurrmittel nicht mehr verwendet werden dürfen.Wird diese Ablegereife festgestellt, so ist das Zurrmittel unverzüglich von der Benutzung auszuschließen. Zurrgurte sind abzulegen: • Bei Garnbrüchen oder Garnschnitten im Längs- oder Quergewebe, die mehr als 10% des Gewebes zerstören • Bei Beschädigungen tragender Nähte, bei Verformungen durch Reibungs- bzw. Strahlungswärme • Bei Anrissen, besonders Querrissen oder Kerben sowie bei Brüchen oder bedenklichen Korrosionserscheinungen, bzw. Schäden an Spann- oder Verbindungselementen • Bei mehr als 5% Aufweitung oder bei erkennbar bleibender Verformung im Hakenmaul Die DIN EN 12 195 und die VDI-Richtlinie 2701 schreiben vor, dass die Zurrmittel durch Kantenschoner (auch als Kantengleiter bezeichnet) gegen Beschädigungen an den Lastkanten zu schützen sind.Viele Zurrmittel, die in der Praxis verwendet werden, sind für jeden deutlich sichtbar beschädigt und daher ablegereif. Jeder verantwortungsbewusste Anwender wird diese Zurrgurte aus dem Verkehr ziehen und durch neue ersetzen. Um den neuen Gurt dann optimal zu nutzen, sollten Zurrpunkte verwendet werden. Falls keine Zurrpunkte vorhanden sind, können sie problemlos nachgerüstet werden.
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